Maler, die Geschichte des Malerhandwerks

Hechtl Maler GmbH, Historie des Malerhandwerkes, Histories Malerhandwerk, Geschichte Maler Die Historie des Malerhandwerkes

Jedes Berufsbild verfügt über seine ganz eigene Geschichte, somit auch das Malerhandwerk mit seinen vielseitigen Aufgaben und Einsatzgebiete. Wandern Sie mit uns durch die Zeit.

 

Das Malerhandwerk ist tief verwurzelt in den Kulturen

 

Die Malerei hat eine Tradition die weit über unsere heutige Geschichtsschreibung hinaus geht, sie entspricht einem im Menschen verankerten Grundbedürfnis sich auszudrücken, Erlebnisse festzuhalten, sie zu verarbeiten, etwas auszudrücken und auch der Nachwelt zu erhalten. Sie ist vielleicht so alt wie die Menschheit selbst. Die hier ältesten erhaltenen Zeugnisse sind wohl die Höhlenmalereien von denen etliche auch heute noch in einem erstaunlich guten Zustand erhalten sind.

Schon aus der ägyptischen, der griechischen und andern frühen Kulturen ist bekannt, dass Malereien einen zentralen Platz im Leben der Menschen einnahmen. Wände und Decken wurden farbig gestaltet, Porträts gemalt, zum Teil Schriftrollen geführt und vieles mehr.

Es kann davon ausgegangen werden, dass in den frühen nord- und westeuropäischen Kulturkreisen die Malerei weit verbreitet war, auf Grund der völlig anderen Bau- und Lebensweise sind die Zeugnisse hierfür jedoch vergangen.

Der Maler im Mittelalter.
Machen wir einen Zeitsprung ins Mittelalter, es entstanden die Zünfte. Neben dem Maler oder (Makeler, Mahler) hatte sich auch der Schilderer erhalten und zusätzlich entstand der Beruf des Tünchers (Kalcher), in einigen Regionen auch Weißbinder genannt.

 

Folgende, zum Teil nur regional verwendete, Bezeichnungen
waren im Mittelalter gebräuchlich:

 

Ätzmaler, Anstreicher, Behangmaler, Binder(Bender), Fassmaler (Fäßler), Flachmaler, Handmaler (Staffler, Kunstmaler), Hausschreiber, Ipser, Pliesterer, Schilderer, Stacker, Staffiermaler, Stubenmaler, Tüncher, Weißbinder (Weißmaler, Weißer, Ausweißer) Wismutmaler (Wißler).

Auch die Lehrzeit war, je nach Berufsbild, unterschiedlich. So betrug sie im Mittelalter in Köln 4 Jahre und in Leipzig zum Beispiel bis zu 7 Jahre.

So haben die Wismutmaler Gegenstände mit Kreide und Ton grundiert, mit einem Polierstahl geglättet und anschließend mit Lasurfarben bemalt.

Der Behang- und Stubenmaler (auch Hausmaler genannt) durfte nur mit Leimfarbe arbeiten, keine Ölfarbe benutzen und auch keine Portraits oder Tafelbilder malen.

Der Anstreicher war in erster Linie zuständig für die farbige Gestaltung von Möbeln und anderen Gegenständen aus Holz.

Tüncher, Ausweißer und Weißmaler waren vornehmlich für den einfachen Außenanstrich der Häuser verantwortlich. Der Begriff Tüncher leitet sich übrigens von „Tünche“ ab, einem damals üblichen Begriff für Kalkfarben und –putze. Dieser Berufszweig entwickelte sich übrigens nicht aus den frühen Malern und Schilderern, sondern aus den Maurern.

Die Schilderer genossen im Mittelalter besonders hohes Ansehen. Waren sie doch nicht nur zuständig für Beschriftungen und die Gestaltung von Schilde(r)n, Mancherorts oblag ihnen neben den Schmieden auch das Anfertigen von Rüstungsteilen, vielfach mit aufwendigen Lederverzierungen. Genauso fertigten sie lederne Buchdeckel, Schwertscheiden und sorgten für die heraldische Dekorierung des Reitzeuges.

Im 15ten Jahrhundert entstand auch das erste überlieferte Malerwappen, drei kleine silberne Schilder auf einem großen roten Schild. In den niederländischen Regionen war das große Schild blau.

Mit dem Ausgang des Mittelalters und zum Beginn der Neuzeit wurde der Beruf des Malers immer vielseitiger. Nicht mehr nur Kirchen, Barone, Fürsten, reiche Städte und Kaufleute waren die Auftraggeber der Maler, mit dem gerade entstehenden Bürgertum kamen immer mehr Kundenschichten hinzu und die einzelnen Berufszweige übernahmen immer mehr angrenzende Aufgaben. Denn damals wie heute galt der Kundenwunsch „Möglichst viel aus einer Hand".

 

Auflösung der Zünfte

 

Dem Beispiel Frankreichs folgend, schaffte der preußische Staat offiziell erst im Jahre 1811 den gesetzlichen Zunftzwang ab und garantierte den Handwerkern damit Gewerbefreiheit. Die Zünfte als solche wurden zwar nicht abgeschafft, jeder Handwerker war aber befugt aus der Zunft auszutreten und trotzdem sein Gewerbe weiter zu führen. Zunftmitglieder genossen ab sofort keine besonderen Rechte und Privilegien mehr. Das war zwar nicht die offizielle Abschaffung der Zünfte, aber trotzdem deren Untergang. In der direkten Folge machten sich in nahezu allen Handwerken erhebliche Mängel in der Ausbildung bemerkbar, nicht nur in den Malerbereichen.

 

Die Innungen

 

Erst im Jahre 1871, das Neue Deutsche Reich war geschaffen und mit Ihm auch eine neue Handwerksordnung, entstanden die Nachfolgeorganisationen der Zünfte, die Innungen. Fortan auch zuständig für die Regelung der Ausbildung(en). Die Struktur der Innungen war und ist regional und erst 36 Jahre später, im Jahr 1907, wurde mit der Gründung des Deutschen Malerbundes (der heutige Hauptverband des Maler‑ und Lackiererhandwerks „Hauptverband Farbe, Gestaltung, Bautenschutz") eine effiziente überregionale Vereinigung des Malerhandwerks gegründet.

Besonders im zweiten Weltkrieg mussten handwerkliche Innungen und Verbände herbe Rückschläge hinnehmen, wurden aber nach Kriegsende schnell und konsequent wieder aufgebaut.

 

Der Maler in der Neuzeit

 

Mit dem Jahr 1965, als die Handwerksordnung novelliert wurde, trat die heute noch übliche Berufsbezeichnung „Maler und Lackierer“ in Kraft. In jüngster Zeit wurden aber die Berufsbilder Maler und Fahrzeuglackierer voneinander getrennt, zu unterschiedlich sind mittlerweile die Anforderungen beider Bereiche.

Mit der Industrialisierung erlebte das Malerhandwerk eine wahre Revolution. Machte der Maler früher seine Farben grundsätzlich selbst  und hatte bis zur Abschaffung der Zünfte auch ein Handelsmonopol darauf, sorgte die chemische Industrie für neue Bindemittel.

Traditionelle Farben wurden nach überlieferten Rezepten aus Kalk, Kasein, Leinöl, Färberwaid, Ochsenblut und anderen natürlichen Rohstoffen gefertigt, waren teils nur mühselig herzustellen und vielfach auch nicht zur längeren Aufbewahrung geeignet. Die chemische Industrie kam nun mit Lacken und Farben, deren Bindemittel aus Kunstharzen bestand, allerdings auch mit Lösemitteln und anderen unangenehmen Begleiterscheinungen. Erstmalig war es aber möglich von Flensburg bis zum Bodensee Farben mit genau definierten Eigenschaften zu verarbeiten. Eine Revolution für alle Beteiligten. Der Markt wuchs rasant und die chemische Industrie entwickelt bis heute immer mehr neue Bindemittel für die unterschiedlichsten Anwendungen.

Das Auftragen einer Farbe oder einer Grundierung bildet eine neue (Schutz-) Schicht auf der ehemaligen Oberfläche, so entstand auch der Begriff Beschichtung und setzte sich allmählich durch.

Fühlen Sie sich mit uns wohl und verlassen Sie sich auf uns, denn an diesen Punkten lassen wir uns messen:

  • Sie sagen uns Ihre Wünsche und Vorstellungen - Wir hören Ihnen zu und wir hören auch wirklich hin
  • Sie können entscheiden, nach Lösungswegen die wir Ihnen gerne aufzeigen
  • Wir beraten Sie bei der Farbauswahl und der Materialien
  • Sie teilen uns Ihren Wunschtermin mit und wir planen mit Ihnen die termingetreue Umsetzung
  • Wir sehen und beachten für Sie Details und Sondervorgaben
  • Ihre Zufriedenheit, ist unsere Leidenschaft

NEWSLETTER Anmeldung:

Hier finden Sie uns

Hechtl GmbH
Hauptstr. 27
86859 Igling

Kontakt

Rufen Sie einfach an unter

 

+49 89 714 61 83

 

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Hechtl Maler GmbH